Element Metall – Herbst, trocken, weiß, scharf, Trauer

„Die Kräfte des Herbstes erschaffen Trockenheit im Himmel und Metall auf der Erde. Sie erschaffen die Lunge und die Haut auf dem Körper… die Nase und die weiße Farbe… und den scharfen Geschmack. Sie erzeugen das Gefühl der Trauer und die Fähigkeit, einen weinenden Laut hervorzubringen.“ (Nei Ching)

Im Herbst, der Zeit des Metall-Elements zieht sich die Energie langsam nach innen zurück, es beginnt ein Rückzug der Natur in sich selbst. Das Wasser zieht sich aus den Pflanzen zurück, sie trocknen aus, werden spröde und brüchig. Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken, alles ist voll von Raureif und Nebel. Jetzt muss unser Immunsystem uns besonders schützen, damit die Kälte nicht in unseren Körper eindringen kann.

In der TCM werde die Organe Lunge und Dickdarm dem Metall-Element zugeordnet.

Lunge:

Die Lunge ist eine der 2 wichtigen Quellen, die unseren Körper mit Energie versorgen, nämlich über die Atmung. Sie kontrolliert auch die Abwehrenergie (Wie Qi). Dieses ist weit mehr als nur unsere Abwehrkraft, sie ist ein Schutzschild, das uns vor allen negativen Einflüssen bewahrt.

Die Lunge ist eng mit der Haut verbunden, die ja auch ein Schutzschild nach außen darstellt. So kann man aufgrund der Beschaffenheit der Haut viel über den Zustand des Metall-Elements erkennen.

Wichtig im Herbst ist es, die Lunge zu stärken, damit stärkt man generell das Ki im Körper. Bewegung an der frischen Luft bauen das Ki der Lunge auf, also nichts wie raus in die Natur und Spaziergänge bei jedem Wetter machen! Achten Sie auch auf bewusste und tiefe Atmung, damit das Ki die Lungen füllen kann. Atemübungen, Qi Gong oder Yoga sind weitere Möglichkeiten, um die Lunge zu stärken.

Dickdarm:

Aufgabe des Dickdarms ist die Ausscheidung von Verbrauchtem. Er hilft uns, Altes loszulassen und abzugeben. Erst dadurch ist Wachstum und Veränderung möglich. Alles, was wir festhalten, blockiert uns, daraus entstehen Giftstoffe und Verschmutzungen auf allen Ebenen unseres Seins, die uns letztendlich zerstören können.

Die Verdauung sagt viel über den Zustand des Dickdarms aus. So kann Verstopfung Stillstand ausdrücken, Unbeweglichkeit und Stagnation, ein übertriebenes Festhalten an Wertlosem. Bei Durchfall hingegen scheidet man völlig unkontrolliert sowohl Wertloses, als auch Wertvolles aus.

Stärkung für das Metall-Element

Das Metall-Element braucht, wie schon erwähnt viel Bewegung, am besten an der frischen Luft. So werden Atmung und Kreislauf gekräftigt. Schlecht gelüftete, trockene Räume und Zigarettenrauch schaden ihm.

Metall braucht ausreichend Zeit und Raum für sich, sowie Ordnung und Stabilität. Hektik, Stress, Zeitmangel schwächen es. Wichtig ist auch ein ausgewogenes Verhältnis aus Gemeinschaft, Nähe zu anderen Personen und Rückzug, Allein-sein.

Wir sollten unsere Mahlzeiten früher als im Sommer einnehmen, weil sich auch das Licht früher zurückzieht und wann immer es möglich ist, früher zu Bett gehen und dafür Morgens etwas länger schlafen, um Ki zu bewahren.

Trauer – Emotion des Metall-Elements

Die Emotion des Metall-Elements ist die Traurigkeit, was auch gut zum Bild des Herbstes passt. Es ist die Zeit des Abschiednehmens vom Sommer, ein Rückzug, ein Sammeln der eingebrachten Ernte und auch der Kräfte für den bald folgenden Winter.

Ein geschwächtes Metall-Element drückt sich oft auch in anhaltender Melancholie und Hoffnungslosigkeit bis hin zur Depression aus. Auch hier können Atemübungen und Körperarbeit, wie zum Beispiel Shiatsu eine gute Unterstützung darstellen. Atemübungen helfen bei der Aufnahme und dem Loslassen, Shiatsu schafft Raum und Nähe durch Berührung und verringert das Gefühl von Abgeschiedenheit. Wir können uns unserer Grenzen wieder mehr bewusst werden.

Bei uns Menschen steht das Metall für die Zeit der Reife, in der wir die Früchte unseres Lebens ernten können. Traurigkeit und Einsamkeit gehören zum Metall-Element, aber auch das Besinnen auf das Wesentliche, das Zulassen von Trauer, Abschiednehmen, Grenzen setzen und Loslassen können – alles in einem ausgewogenen Verhältnis!

Ernährung im Herbst

Generell helfen im Herbst wärmende und kräftigende Speisen, wie zum Beispiel Suppen oder Eintöpfe. Befeuchtende Nahrungsmittel, wie Birnen, Mandeln, Äpfel und Sojaprodukte helfen gegen die Trockenheit. Wir sollten Kartoffeln, Kürbisse und Zucchini bevorzugen, ein sehr gutes Lungentonikum ist auch der Reis. Ideal fürs Frühstück sind warme Getreidebreie aus Haferflocken, Hirse oder Gerste.

Bei Problemen im Metall-Element und Interesse an Ernährung empfehle ich einen TCM-Ernährungsberater aufzusuchen!

Bei Interesse an Shiatsu oder Körperarbeit mit Aromaölen könnt ihr euch gerne an mich wenden!

 

Quellen:

„Feuermann und Wasserfrau“, Silvana Schwitzer, Verlag Orac im Verlag Kremayr & Scheriau

„Fünf Elemente und zwölf Meridiane“, Wilfried Rappenecker, Felicitas Hübner Verlag

„Das große Handbuch der chinesischen Ernährungslehre“, Manuela Heider de Jahnsen, Windpferd Verlag

 

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