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Alles hat seine Zeit …

Ein Jegliches hat seine Zeit,
und alles Vorhaben unter dem Himmel seine Stunde:

geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit;
pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit;

töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit;
abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit;

weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit;
klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit;

Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit;
herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit;

suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit;
behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit;

zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit;
schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit;

lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit;
Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.

 

Alles hat seine Zeit – ein Spruch von Kohelet
„Kohelet“ ist Hebräisch und bedeutet „Sammler“, es ist ein Buch, das dem Alten Testament zugeordnet ist und verschiedene Schriftstücke enthält, in denen Lebenserfahrungen und Weisheiten gesammelt wurden.

Ich habe diesen Spruch nach einem Todesfall in meiner engsten Familie kennengelernt und er hat mich sehr berührt. Wir müssen den Dingen ihre Zeit lassen, denn alles hat seine spezielle Zeit und in unserem Leben hat alles Platz – alles zu seiner Zeit!

www.shiatsu-tulln.at

 

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Die 4 Gesetze der Spiritualität

Ich möchte euch heute 4 besondere Sätze vorstellen, die uns helfen sollen, gelassener und achtsamer durchs Leben zu gehen. Sie können uns unterstützen, uns selbst weniger Druck zu machen, denn alles ist so, wie es sein soll, nichts könnte besser oder schneller gehen oder gar erzwungen werden.

 

Die 4 indianischen Gesetze der Spiritualität lauten:

  1. „Die Person, die dir begegnet ist die Richtige.“
  2. „Das was passiert, ist das Einzige, was passieren konnte.“
  3. „Jeder Moment, in dem etwas beginnt, ist der richtige Moment.“
  4. „Was zu Ende ist, ist zu Ende.“

Diese 4 Sätze unterstützen uns im Moment zu leben und den Moment wahrzunehmen und anzunehmen. Sie nehmen den Druck aus vielen Situationen in unserem Leben, denn alles hat einen Sinn, alles hat seinen Platz und alles kommt zu uns im richtigen Moment, dann wenn wir bereit dazu sind und alles geht im richtigen Moment, dann wenn wir es nicht mehr benötigen.

Sie sagen uns, dass wir annehmen sollen, was uns „geschenkt“ wird, dass wir mit offenen Augen durchs Leben gehen sollen, stets präsent und wachsam. Sie fordern uns zu mehr Achtsamkeit im Leben auf und helfen uns, Dinge zu akzeptieren, auch wenn wir den Sinn im Moment nicht erkennen. Sogar jeder Schmerz trägt ein kleines Geschenk in sich.

Wenn du versuchst, diese Sätze nicht nur zu lesen, sondern zu spüren, wirst du erkennen, wieviel Druck sie dir nehmen und wieviel Freiheit sie dir geben.

 

Das 1 Gesetz: „Die Person, die dir begegnet ist dir Richtige.“

Jeder, der in unser Leben tritt wird uns helfen ein Stück weit zu wachsen, alle Begegnungen haben ihren Sinn. Egal, ob diese Begegnungen auf den ersten Blick gut oder schlecht erscheinen, sie werden uns etwas lehren, wenn wir es zulassen.

Das 2. Gesetz: „Das was passiert, ist das Einzige, was passieren konnte.“

Wir müssen akzeptieren, was passiert ist, es lässt sich im Nachhinein nicht mehr ändern. Das einzige, was wir beeinflussen können, ist der Moment – nicht das, was war und auch nicht, was sein wird. Dieser Satz soll uns auch helfen, nicht länger mit uns selbst und unseren Entscheidungen zu hadern, auch wenn sie uns im Nachhinein als falsch erscheinen. Alles hat seinen Sinn! Durch jede Situation können wir wachsen und lernen.

Das 3. Gesetz: „Jeder Moment, in dem etwas beginnt, ist der richtige Moment.“

Alles kommt genau zur richtigen Zeit zu uns. Es macht keinen Sinn, Dinge beschleunigen zu wollen. Erst wenn wir selbst bereit sind, wenn wir selbst soweit sind, werden die Dinge geschehen. In jedem Ende steckt bereits der Anfang für etwas Neues.

Das 4. Gesetz: „Was zu Ende ist, ist zu Ende.“

Man muss erkennen, wann etwas zu Ende ist. Es ist dann besser Dinge, Gedanken, Menschen, Situationen etc. loszulassen und weiterzugehen. Erst wenn man loslässt, entsteht Raum und Platz für etwas Neues. Erst dann sind wir frei und können weitergehen, weiterwachsen und unser ganzes Potential erkennen und leben.

 

Jeder Moment ist ein Geschenk! Lebe ganz im Hier und Jetzt!

www.shiatsu-tulln.at

Achtsamkeitsübungen – Entspannung für den Alltag

Achtsamkeit bedeutet mit dem Bewusstsein voll und ganz im Hier und Jetzt zu sein, einfach nur wahrzunehmen ohne zu bewerten, ein Innehalten im Moment, eine kurze Auszeit.

Es gibt unterschiedliche Definitionen für den Begriff „Achtsamkeit“, mir geht es in meinem Artikel nicht darum, auf diese Verschiedenheiten einzugehen, sondern um eine Form der Stressbewältigung im Alltag, einen Weg aus dem Hamsterrad, aus Burnout und Erschöpfung. Dazu gehören natürlich mehrere Säulen, sehr hilfreich ist jedoch jedenfalls auch ein Training der Achtsamkeit.

Mein Fokus dabei ist:

  • die Eigenwahrnehmung zu steigern
  • das Bewusstsein zu trainieren
  • Loslassen und Zulassen zu lernen
  • Ruhe und Konzentration zu fördern
  • eine „Entschleunigung“

Achtsamkeit im Alltag:

Hier geht es darum ganz gewöhnliche Dinge und Tätigkeiten des Alltags mit Achtsamkeit zu verrichten, das heißt sich voll und ganz auf diese Tätigkeit zu konzentrieren, ganz im Hier und Jetzt zu sein, einfach bewusst wahrnehmen und den Atem beobachten, ohne etwas zu verändern oder beeiflussen zu wollen.

Möglichkeiten dazu wären Bügeln, Geschirrspülen, Zähneputzen, Duschen, Kochen, Türe öffnen etc.

Einfach mal einen kurzen Moment innehalten, den Körper wahrnehmen, Spannungen wahrnehmen, den Fluss der Atmung beobachten ohne etwas zu verändern oder zu bewerten. Dann kann man versuchen, diese Wahrnehmungen in Worte zu fassen (Was fühle ich? Was denke ich? Wo zieht es meine Aufmerksamkeit hin? Bewerte ich gerade etwas? etc…)

Übung im Bett:

In der Früh kurz vor dem Aufstehen kann man auch 1-2 Minuten kurz in sich hineinspüren, den Atem beobachten, schauen, wie die Stimmung für den heutigen Tag ist, welche Gedanken da sind etc.

Abends vor dem Einschlafen: Die gleiche Übung nochmal machen wie in der Früh. Man kann auch kurz den Tag reflektieren und mit dem Ausatmen versuchen, die Gedanken wieder loszulassen.

Achtsamkeit beim Gehen:

Zum Gehen gibt es eine eigene Meditationsform und eigene Meditationsübungen, „Der Weg ist das Ziel“. Es geht darum, jeden Schritt bewusst zu gehen mit voller Aufmerksamkeit und die Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen, ein Entspannen in jeden Schritt hinein, ein Atmen und Wahrnehmen.

Wenn Gedanken auftauchen, diese mit dem nächsten Ausatmen wieder loslassen. Dabei kann man auch den Körper beobachten, die Füße und die Bewegungen.So können die Gedanken zur Ruhe kommen, es entsteht ein Gefühl von innerem Frieden, innerer Klarheit, Erdung und Stabilität.

Der Fokus liegt auf Gehen – Atmen – Gedanken loslassen

Das ist eine Übung, die man auch ganz einfach in den Alltag integrieren kann. Man beginnt zuerst mit wenigen Schritten und kann dann auf längere Strecken ausdehnen.

Weitere kleine Übungen sind:

Bewusstes Essen:

Dazu gehören bewusstes Kauen, Wahrnehmen, wie die Speise schmeckt, welche Konsistenz sie hat und wie sie sich anfühlt. Man kann auch versuchen, die unterschiedlichen Aromen rauszuschmecken, aus denen die Speise besteht. Dabei wieder die Atmung beobachten, die Gefühle, die auftauchen, welche Stimmung durch die Speise entsteht und ob Erinnerungen hochkommen. Und nicht vergessen: Nur Wahrnehmen ohne etwas zu bewerten, die Gedanken wieder mit dem Ausatmen ziehen lassen!

Barfuß gehen:

Verschiedene Untergründe spüren, wie fühlt sich das an, was fühle ich dabei? Der Fokus liegt wieder auf der Eigenwahrnehmung, die Atmung beobachten, den Körper beobachten, die Stimmung beobachten, die durch verschiedene Untergründe hervorgerufen wird.

Wichtig ist bei all diesen Übungen, wertfrei zu sein und zu bleiben. Alles was wahrgenommen wird, ist für den Moment für jeden einzelnen wahr und richtig!

Die Übungen sind vielleicht am Anfang nicht so einfach, Gedanken tauchen auf, man schweift ab. Wir sind meistens nicht gewohnt, „nichts zu tun, nichts zu denken“. Deshalb nur mit ganz kleinen, kurzen Sequenzen beginnen und die Achtsamkeit schrittweise immer mehr in den Alltag integrieren. Es geht darum kurze Augenblicke wahrzunehmen, nichts zu bewerten, nichts zu wollen oder zu erzwingen, loszulassen und Geduld zu haben!

Viel Spaß mit den kleinen Achtsamkeitsübungen zur Stressreduktion!!