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Raus aus dem Hamsterrad – Burnout Gefährdung erkennen

Im ersten Teil meiner Burnout-Serie möchte ich ein bisschen auf die Theorie des Burnout eingehen, worauf man achten sollte und wie man eine mögliche Burnout Gefährdung erkennen kann.

Burnout ist als Krankheit von der WHO nicht anerkannt und auch nicht definiert. Es wird deshalb auch als Burnout-Syndrom bezeichnet und ist eine Ansammlung von Symptomen, die häufig gemeinsam auftreten – wie zum Beispiel:

  • langandauernde körperliche und emotionale Erschöpfung
  • dauerhafte Überforderung der eigenen Leistungsfähigkeit
  • kein ausreichender Ausgleich
  • Verlust der Fähigkeit sich zu erholen
  • Reizbarkeit
  • körperliche Beschwerden, Schmerzen ohne medizinische Ursache
  • Sinnkrisen, Ängste
  • Verlust des Gefühls für sich selbst

Es gibt keinen typischen Verlauf von Burnout, allerdings mehrere Modelle mit unterschiedlichen Stufen, die jedoch auch nicht einheitlich definiert sind.

Besonders gefährdet an Burnout zu erkranken sind Menschen mit viel Engagement, Kraft und Enthusiasmus, Menschen, die bereit sind für eine Idee, eine Sache, einen Job,.. alles zu geben. Es sind leidenschaftliche Menschen, die ihre eigenen Bedürfnisse oft hinten anstellen und sich selbst häufig überfordern. Manchmal steckt Perfektionismus dahinter oder das Gefühl, keine Wahlmöglichkeiten zu haben, manchmal schlichtweg Ängste, wie zum Beispiel den Job zu verlieren, oder nicht anerkannt zu werden oder Macht zu verlieren.

Burnout ist keine typische Mangerkrankheit, es kann alle treffen, die überforderte alleinerziehende Mutter, die unterforderte Hausfrau, es ist quer durch alle Berufsgruppen vertreten, trifft Kinder und Jugendliche genau so wie alte Menschen.

Leider leben wir in einer „Leistungsgesellschaft“, in der der Wert eines Menschen häufig verknüpft ist mit Leistung und Anerkennung von außen. Solche Grundüberzeugungen werden uns schon als Kinder mitgegeben und sind tief in uns verwurzelt. Es ist dann sehr schwer sich von diesen Grundüberzeugungen zu lösen und ein positives, wertschätzendes Gefühl für sich selbst aufzubauen. Veränderung kann aber immer nur in uns selbst stattfinden!

Grundsätzlich gibt es 3 Leitsymptome für Burnout:

  1. Erschöpfung
  2. Entfremdung (von sich selbst und der Welt)
  3. Ineffektivität (man macht Fehler, die tägliche Arbeit wird anstrengend)

Zusätzlich zum erhöhen Arbeitsdruck können dann noch fehlende Anerkennung, Mobbing, bis hin zu Gefühlen von Wertlosigkeit und Sinnlosigkeit dazukommen.

 Die Anzeichen von Burnout sind oft nicht leicht zu erkennen. Zu Beginn fühlt man sich ja noch kraftvoll und leistungsstark. Es gibt jedoch einige Anzeichen, die uns genauer hinschauen lassen und zum Nachdenken anregen sollten:

  • Schlafstörungen
  • Ängste (auch übergroße Angst, den Job zu verlieren)
  • Konzentrationsschwäche
  • Schmerzen ohne medizinische Ursache
  • Schlafstörungen
  • Infektanfälligkeit
  • Gereiztheit, Wutausbrüche
  • Hyperaktivität
  • Überidentifizierung mit der Arbeit
  • Verzicht auf Erholung
  • das Gefühl unabkömmlich zu sein
  • Rückzug von Freunden und Sozialkontakten

Dazu müssen wir ein gutes Gefühl für uns selbst entwickeln, wir müssen wachsam sein uns selbst und unseren Bedürfnissen gegenüber und Auswege finden. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass wir immer die Wahl haben, unsere Entscheidungen zu treffen und unsere Bedürfnisse, Träume und Wünsche zu verwirklichen und auch einmal „nein“ zu sagen!

Wie kann man nun seine Lebensqualität steigern um zu vermeiden, in diesen Teufelskreis zu gelangen? In meinem nächsten Beitrag erfährst du mehr darüber…

Möchtest du mehr darüber wissen? Es gibt zu diesem Thema einige Veranstaltungen bei mir in der Praxis:

  • am 2.4.2016 ein Tagesseminar (für ein tieferes Bewusstsein für Stress und seine Folgen, sowie Alternativen zum rechtzeitigen Ausstieg mit Ilse Winkler)
  • am 30.4.2016 ein Halbtagesseminar über Achtsamkeit (mit Ansätzen aus der Psychotherapie und TCM – damit es gar nicht so weit kommt)
  • am 18.5.2016 ein Themenabend (aus Sicht von Psychotherapie und alternativen Methoden)

Mehr Infos dazu:

www.shiatsu-tulln.at

 

Erfahrungen zu Shiatsu

In diesem Artikel möchte ich erzählen, was meine Klienten eigentlich zum Shiatsu geführt hat, was sie dabei erwartet haben und ob ihre Erwartungen an mich, an meine Arbeit, an Shiatsu selbst erfüllt wurden. Die Gründe, warum Shiatsu als Behandlungsform ausgewählt wurde, die Geschichten dazu, die wundervollen Veränderungen, die statt gefunden haben, über all das habe ich einige meiner langjährigen Klienten gebeten zu berichten.

Lest hier einige Stimmen über Shiatsu. Danke an alle, die mitgemacht haben und mir erlaubt haben, ihre Erfahrungen zu veröffentlichen! Die Namen wurden selbstverständlich geändert!

 

„Ich litt jahrelang an starken Nackenverspannungen und daraus resultierenden Kopfschmerzen. Heute weiß ich, dass es meine Art ist, mit Druck und Stress umzugehen. Stress, den ich mir allerdings selbst mache, indem ich die Messlatte an meine Leistungen sehr hoch lege. Als alleinerziehende Mutter von 2 Kindern mit verantwortungsvollem Job ist es für mich nicht immer leicht, meinen Alltag zur Zufriedenheit aller zu erledigen. Schon nach der ersten Shiatsu Behandlung fühlte ich eine wundervolle Weite und Leichtigkeit im Nackenbereich. Heute spüre ich die Verspannungen nur mehr, wenn es wirklich stressig wird. Ich beobachte mich genauer, seit ich zum Shiatsu gehe und nehme auf mich und meine Bedürfnisse rechtzeitig Rücksicht. Julia und ihr Shiatsu haben mir sehr geholfen. Danke!“   Silvia

„Ungewöhnlich fand ich zu Beginn die Stille während einer Shiatsu Behandlung. Ich konnte kaum damit umgehen, heute genieße ich die Ruhe, das völlige in mir selbst-Sein und den unendlichen Raum, der in mir entsteht bei jeder Behandlung. Meine Migräne-Anfälle sind seltener geworden, ich erkenne jetzt früher, wann es für mich zu viel wird. Ein großes Danke an Julia, ihr Zuhören, ihr Gespür und ihre Wahrnehmung!“   Anna

„Ich komme regelmäßig ca. 1x pro Monat seit meiner Pensionierung zum Shiatsu, einfach, um mir selbst und meiner Gesundheit etwas Gutes zu tun. Kleine Beschwerden des Alltages, wie zum Beispiel Gelenksschmerzen, Rückenverspannungen, Schlafprobleme etc. sind nach jeder Behandlung besser. Ich fühle mich durch Shiatsu wie neugeboren und in meiner Gesundheit gestärkt. Die Behandlungen sind für mich ein Fixpunkt im Alltag, ich möchte das auf keinen Fall mehr missen!“   Katharina

„Ich muss zugeben, ich war nahe am Burnout. Ich habe ständig gearbeitet, sogar in der Nacht im Schlaf berufliche Probleme durchgekaut und fühlte mich unabkömmlich, was man als Selbständiger ja in einer gewissen Weise auch ist. Bis ich eines Tages Herzbeschwerden bekam, ein Gefühl von Herzrasen und Enge. Zum Glück war organisch (noch) alles in Ordnung. Allerdings riet mir mein Arzt dringend etwas für meine Entspannung zu tun, er empfahl mir Shiatsu auszuprobieren. So kam ich vor über einem Jahr zum Shiatsu. Unzählige Behandlungen, lange Gespräche und viel Selbsterkenntnis folgten. Julia nimmt sich immer genug Zeit, unterstützt auf allen Ebenen und bringt meine Wahrnehmungen in die richtige Richtung. Den Stress in meiner Firma habe ich immer noch, ich kann jetzt aber besser damit umgehen und versuche nicht alles mit nach Hause zu nehmen. Ich kann jetzt auch mal `nein` oder `später` sagen und schaffe es, Dinge, die ich nicht fertig bringe auch mal bis morgen liegen zu lassen. Ich bin sehr froh, Shiatsu für mich entdeckt zu haben!“   Andreas

„Mein Mann und ich kommen beide zum Shiatsu. Ich habe durch meine Schwangerschaftsbeschwerden mit Shiatsu begonnen. Die Behandlung ist unglaublich, entspannend, gibt Kraft und hat auch meinem ungeborenen Baby sehr gefallen! Weil ich meinem Mann so vorgeschwärmt habe, hat er auch einmal eine Behandlung ausprobiert. Nun kommen wir beide regelmäßig, auch noch nach der Geburt unserer Tochter. Ich nutze die Zeit, als Zeit ganz für mich allein, wo es ausschließlich um mich und mein Wohlbefinden geht und genieße jede Behandlung! Danke!“   Tanja

„Der Grund, warum ich zum Shiatsu gekommen bin, waren meine Menstruationsbeschwerden. Ich hatte schon Tage vor der Menstruation Kopfschmerzen, fühlte mich schwach und müde. Während den Tagen kamen auch noch Unterleibskrämpfe dazu, die es mir sogar manchmal unmöglich machten, arbeiten zu gehen. Meine Gynäkologin hat mir damals vor 2 Jahren Shiatsu empfohlen, zum Glück hab ich Julia gefunden! Heute geht es mir viel besser damit. Mein Energielevel ist höher und die Krämpfe kommen nur mehr ab und zu, allerdings auch nicht mehr in der selben Intensität wie früher. Julia nimmt sich viel Zeit für mich, sie unterstützt mich auch mit den ätherischen Ölen von Young Living, die ich mittlerweile sehr schätze. Aber nicht nur körperlich gibt es Veränderungen bei mir. Ich bin selbstbewusster und mutiger geworden, traue mich Entscheidungen zu treffen, habe mich beruflich komplett neu orientiert und lebe nun meinen Traum! Ich weiß nicht, ob es ohne Shiatsu nicht auch soweit gekommen wäre, beschleunigt hat es die Sachen allerdings sehr. Danke Julia für deine Unterstützung, deinen Zuspruch und deine Zeit!“   Christina

 

Weitere Stimmen:

„Noch nie habe ich mich so leicht gefühlt…“

„Schon, wenn Julia die Hände auf mein Hara legt, spüre ich, wie die Energie zu fließen beginnt…“

„… ein Strömen, ein Fließen, irgendwie vertraut lassen mich meine Beschwerden vergessen…“

„So fühlt es sich an, loszulassen!“

„In mir entsteht eine Heiterkeit und Leichtigkeit gemeinsam mit einer großen Ruhe…“

„… manchmal kommt etwas in Aufruhr, möchte sich bewegen, Gedanken kommen und gehen…“

„… in mir entsteht eine wundervolle Wärme, wie Sonnenstrahlen…“

„Danke für die achtsamen Worte, die sich mit meinem Herzen verbinden und mich verstehen lassen…“

So ein schöner Satz zum Schluss! Danke nochmal an alle, die mitgemacht haben! Natürlich hätte es noch einige mehr gegeben, aber ich musste eine Auswahl treffen. Vielleicht schreibe ich nochmal einen Artikel darüber mit dem Fokus auf die Wahrnehmungen während einer Behandlung, denn auch dazu gibt es viel zu sagen.

www.shiatsu-tulln.at

Ich möchte zum Schluss wieder erwähnen, dass Shiatsu in Österreich nicht als Therapieform anerkannt ist und keinen Ersatz für einen Besuch beim Arzt oder Therapeuten darstellt. Es ist kein Ersatz für eine anstehende medizinische Diagnose, Behandlung oder Therapie. Bei Beschwerden und Krankheiten empfehle ich unbedingt immer einen Arzt oder Therapeuten aufzusuchen! In Zusammenarbeit mit Ärzten oder Therapeuten kann Shiatsu allerdings eine sinnvolle Ergänzung sein.

Öltipp Release – Loslassen

Heute möchte ich euch wieder eine ganz besondere Ölmischung von Young Living vorstellen – Release, Loslassen. Ich hab mir dieses Öl heute zu Beginn der Fastenzeit ausgesucht, weil ich finde, dass es gut hineinpasst. Loslassen, alte Muster aufgeben, nicht mehr Benötigtes gehen lassen unterstützen diese Zeit und helfen uns, bei uns selbst anzukommen – bei all dem sollte uns auch eine Fastenkur helfen, die ja viel mehr ist, als einfach nur Verzicht auf Essen.

Release ist eine der kraftvollsten Mischungen von ätherischen Ölen, die unsere emotionale Seite unterstützen und unser emotionales Wohlgefühl verbessern. Es enthält folgende Öle:

Ylang Ylang:

verbessert die Entspannung und bringt männliche und weibliche Energien ins Gleichgewicht, es fördert Vertrauen und Ausgeglichenheit

Geranie:

stimuliert die Nerven, unterstützt das Hormonsystem, hilft negative Erinnerungen zu lösen und das Unterbewusstsein zu erweitern

Sandelholz:

enthält viele Sesquiterpene, die die Zirbeldrüse und das Gehirn stimulieren, das Zentrum der Emotionen, es wird auch sehr gerne für Meditationen verwendet

Blauer Rainfarn:

hilft bei der Reinigung der Leber und des Lymphsystems, wirkt auf der emotionalen Ebene, indem es uns bei der Bearbeitung negativer Emotionen, wie zum Beispiel Wut unterstützt und ein Gefühl von Selbstkontrolle fördert

Hybrid-Lavendel:

wirkt ausgleichend und aufbauend, gut für die Haut

Olivenöl:

fördert das jugendliche Aussehen der Haut, die Spannkraft, gut für die Nägel und das Haar. Durch die Mischung mit Olivenöl können die ätherischen Öle besser in die Haut eindringen, allerdings ist es dadurch nicht für den Diffusor geeignet!

 

Die Ölmischung Release hilft uns zu entspannen und alte Muster zu lösen. Dadurch kann ein Gefühl von Frieden und emotionalem Wohlbefinden entstehen, unsere geistige und körperliche Harmonie und Ausgeglichenheit wird insgesamt unterstützt.

Negative Erinnerungen und Wut, die in der Leber gespeichert sind, können uns bewusst werden, dadurch kann es helfen, tiefsitzende Emotionen zu lösen.

All das kann uns wunderbar in Zusammenhang mit einer Fastenkur unterstützen, eine Zeit des Bewusstwerdens, des Loslassens und wieder „neu geboren werdens“.

Ich mache mir gerne Leberwickel mit dieser tollen Ölmischung. Das wirkt total entspannend, ich empfinde es als sehr angenehm, vor allem abends zum Schlafengehen. Andere Möglichkeiten sind Auftragen auf die Handgelenksinnenseite, hinter die Ohren, auf den Nacken, hinter die Ohren oder auf die Fußsohlen und auch überall dort, wo Unterstützung gefordert ist. Dabei kannst du ruhig deiner Intuition trauen! Sehr schön sind auch Massagen mit einer Mischung aus V6-Massageöl und Release oder ein „Loslassbad“.

Zusätzlich muss ich noch sagen, dass es einfach ganz toll riecht!! Ich mag es sehr gerne und habe es fast ständig in meiner Nähe!

Wenn du selbst gerne die tollen Öle und auch andere Produkte von Young Living zum Vorteilspreis bestellen möchtest oder weitere Fragen hast, kannst du mich gerne kontaktieren:

www.shiatsu-tulln.at

julia@shiatsu-tulln.at

Wenn du direkt auf die Young Living Seite gehst und bestellen möchtest, gib bitte bei „Sponsor“ und „Enroller“ meine ID ein: 2567264
www.youngliving.com

Zum Schluss möchte ich wieder darauf hinweisen, dass meine Beiträge, die Produkte von Young Living und alle meine Angebote nicht dazu gedacht sind, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln oder zu heilen, sie stellen keinen Ersatz für eine Therapie dar. Sie können allerdings die Gesundheit und das Wohlbefinden unterstützen, sowie eine gesunde Lebensweise fördern!

Achtsamkeitsübungen – Entspannung für den Alltag

Achtsamkeit bedeutet mit dem Bewusstsein voll und ganz im Hier und Jetzt zu sein, einfach nur wahrzunehmen ohne zu bewerten, ein Innehalten im Moment, eine kurze Auszeit.

Es gibt unterschiedliche Definitionen für den Begriff „Achtsamkeit“, mir geht es in meinem Artikel nicht darum, auf diese Verschiedenheiten einzugehen, sondern um eine Form der Stressbewältigung im Alltag, einen Weg aus dem Hamsterrad, aus Burnout und Erschöpfung. Dazu gehören natürlich mehrere Säulen, sehr hilfreich ist jedoch jedenfalls auch ein Training der Achtsamkeit.

Mein Fokus dabei ist:

  • die Eigenwahrnehmung zu steigern
  • das Bewusstsein zu trainieren
  • Loslassen und Zulassen zu lernen
  • Ruhe und Konzentration zu fördern
  • eine „Entschleunigung“

Achtsamkeit im Alltag:

Hier geht es darum ganz gewöhnliche Dinge und Tätigkeiten des Alltags mit Achtsamkeit zu verrichten, das heißt sich voll und ganz auf diese Tätigkeit zu konzentrieren, ganz im Hier und Jetzt zu sein, einfach bewusst wahrnehmen und den Atem beobachten, ohne etwas zu verändern oder beeiflussen zu wollen.

Möglichkeiten dazu wären Bügeln, Geschirrspülen, Zähneputzen, Duschen, Kochen, Türe öffnen etc.

Einfach mal einen kurzen Moment innehalten, den Körper wahrnehmen, Spannungen wahrnehmen, den Fluss der Atmung beobachten ohne etwas zu verändern oder zu bewerten. Dann kann man versuchen, diese Wahrnehmungen in Worte zu fassen (Was fühle ich? Was denke ich? Wo zieht es meine Aufmerksamkeit hin? Bewerte ich gerade etwas? etc…)

Übung im Bett:

In der Früh kurz vor dem Aufstehen kann man auch 1-2 Minuten kurz in sich hineinspüren, den Atem beobachten, schauen, wie die Stimmung für den heutigen Tag ist, welche Gedanken da sind etc.

Abends vor dem Einschlafen: Die gleiche Übung nochmal machen wie in der Früh. Man kann auch kurz den Tag reflektieren und mit dem Ausatmen versuchen, die Gedanken wieder loszulassen.

Achtsamkeit beim Gehen:

Zum Gehen gibt es eine eigene Meditationsform und eigene Meditationsübungen, „Der Weg ist das Ziel“. Es geht darum, jeden Schritt bewusst zu gehen mit voller Aufmerksamkeit und die Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen, ein Entspannen in jeden Schritt hinein, ein Atmen und Wahrnehmen.

Wenn Gedanken auftauchen, diese mit dem nächsten Ausatmen wieder loslassen. Dabei kann man auch den Körper beobachten, die Füße und die Bewegungen.So können die Gedanken zur Ruhe kommen, es entsteht ein Gefühl von innerem Frieden, innerer Klarheit, Erdung und Stabilität.

Der Fokus liegt auf Gehen – Atmen – Gedanken loslassen

Das ist eine Übung, die man auch ganz einfach in den Alltag integrieren kann. Man beginnt zuerst mit wenigen Schritten und kann dann auf längere Strecken ausdehnen.

Weitere kleine Übungen sind:

Bewusstes Essen:

Dazu gehören bewusstes Kauen, Wahrnehmen, wie die Speise schmeckt, welche Konsistenz sie hat und wie sie sich anfühlt. Man kann auch versuchen, die unterschiedlichen Aromen rauszuschmecken, aus denen die Speise besteht. Dabei wieder die Atmung beobachten, die Gefühle, die auftauchen, welche Stimmung durch die Speise entsteht und ob Erinnerungen hochkommen. Und nicht vergessen: Nur Wahrnehmen ohne etwas zu bewerten, die Gedanken wieder mit dem Ausatmen ziehen lassen!

Barfuß gehen:

Verschiedene Untergründe spüren, wie fühlt sich das an, was fühle ich dabei? Der Fokus liegt wieder auf der Eigenwahrnehmung, die Atmung beobachten, den Körper beobachten, die Stimmung beobachten, die durch verschiedene Untergründe hervorgerufen wird.

Wichtig ist bei all diesen Übungen, wertfrei zu sein und zu bleiben. Alles was wahrgenommen wird, ist für den Moment für jeden einzelnen wahr und richtig!

Die Übungen sind vielleicht am Anfang nicht so einfach, Gedanken tauchen auf, man schweift ab. Wir sind meistens nicht gewohnt, „nichts zu tun, nichts zu denken“. Deshalb nur mit ganz kleinen, kurzen Sequenzen beginnen und die Achtsamkeit schrittweise immer mehr in den Alltag integrieren. Es geht darum kurze Augenblicke wahrzunehmen, nichts zu bewerten, nichts zu wollen oder zu erzwingen, loszulassen und Geduld zu haben!

Viel Spaß mit den kleinen Achtsamkeitsübungen zur Stressreduktion!!