Archiv der Kategorie: Shiatsu

Erfahrungen zu Shiatsu

In diesem Artikel möchte ich erzählen, was meine Klienten eigentlich zum Shiatsu geführt hat, was sie dabei erwartet haben und ob ihre Erwartungen an mich, an meine Arbeit, an Shiatsu selbst erfüllt wurden. Die Gründe, warum Shiatsu als Behandlungsform ausgewählt wurde, die Geschichten dazu, die wundervollen Veränderungen, die statt gefunden haben, über all das habe ich einige meiner langjährigen Klienten gebeten zu berichten.

Lest hier einige Stimmen über Shiatsu. Danke an alle, die mitgemacht haben und mir erlaubt haben, ihre Erfahrungen zu veröffentlichen! Die Namen wurden selbstverständlich geändert!

 

„Ich litt jahrelang an starken Nackenverspannungen und daraus resultierenden Kopfschmerzen. Heute weiß ich, dass es meine Art ist, mit Druck und Stress umzugehen. Stress, den ich mir allerdings selbst mache, indem ich die Messlatte an meine Leistungen sehr hoch lege. Als alleinerziehende Mutter von 2 Kindern mit verantwortungsvollem Job ist es für mich nicht immer leicht, meinen Alltag zur Zufriedenheit aller zu erledigen. Schon nach der ersten Shiatsu Behandlung fühlte ich eine wundervolle Weite und Leichtigkeit im Nackenbereich. Heute spüre ich die Verspannungen nur mehr, wenn es wirklich stressig wird. Ich beobachte mich genauer, seit ich zum Shiatsu gehe und nehme auf mich und meine Bedürfnisse rechtzeitig Rücksicht. Julia und ihr Shiatsu haben mir sehr geholfen. Danke!“   Silvia

„Ungewöhnlich fand ich zu Beginn die Stille während einer Shiatsu Behandlung. Ich konnte kaum damit umgehen, heute genieße ich die Ruhe, das völlige in mir selbst-Sein und den unendlichen Raum, der in mir entsteht bei jeder Behandlung. Meine Migräne-Anfälle sind seltener geworden, ich erkenne jetzt früher, wann es für mich zu viel wird. Ein großes Danke an Julia, ihr Zuhören, ihr Gespür und ihre Wahrnehmung!“   Anna

„Ich komme regelmäßig ca. 1x pro Monat seit meiner Pensionierung zum Shiatsu, einfach, um mir selbst und meiner Gesundheit etwas Gutes zu tun. Kleine Beschwerden des Alltages, wie zum Beispiel Gelenksschmerzen, Rückenverspannungen, Schlafprobleme etc. sind nach jeder Behandlung besser. Ich fühle mich durch Shiatsu wie neugeboren und in meiner Gesundheit gestärkt. Die Behandlungen sind für mich ein Fixpunkt im Alltag, ich möchte das auf keinen Fall mehr missen!“   Katharina

„Ich muss zugeben, ich war nahe am Burnout. Ich habe ständig gearbeitet, sogar in der Nacht im Schlaf berufliche Probleme durchgekaut und fühlte mich unabkömmlich, was man als Selbständiger ja in einer gewissen Weise auch ist. Bis ich eines Tages Herzbeschwerden bekam, ein Gefühl von Herzrasen und Enge. Zum Glück war organisch (noch) alles in Ordnung. Allerdings riet mir mein Arzt dringend etwas für meine Entspannung zu tun, er empfahl mir Shiatsu auszuprobieren. So kam ich vor über einem Jahr zum Shiatsu. Unzählige Behandlungen, lange Gespräche und viel Selbsterkenntnis folgten. Julia nimmt sich immer genug Zeit, unterstützt auf allen Ebenen und bringt meine Wahrnehmungen in die richtige Richtung. Den Stress in meiner Firma habe ich immer noch, ich kann jetzt aber besser damit umgehen und versuche nicht alles mit nach Hause zu nehmen. Ich kann jetzt auch mal `nein` oder `später` sagen und schaffe es, Dinge, die ich nicht fertig bringe auch mal bis morgen liegen zu lassen. Ich bin sehr froh, Shiatsu für mich entdeckt zu haben!“   Andreas

„Mein Mann und ich kommen beide zum Shiatsu. Ich habe durch meine Schwangerschaftsbeschwerden mit Shiatsu begonnen. Die Behandlung ist unglaublich, entspannend, gibt Kraft und hat auch meinem ungeborenen Baby sehr gefallen! Weil ich meinem Mann so vorgeschwärmt habe, hat er auch einmal eine Behandlung ausprobiert. Nun kommen wir beide regelmäßig, auch noch nach der Geburt unserer Tochter. Ich nutze die Zeit, als Zeit ganz für mich allein, wo es ausschließlich um mich und mein Wohlbefinden geht und genieße jede Behandlung! Danke!“   Tanja

„Der Grund, warum ich zum Shiatsu gekommen bin, waren meine Menstruationsbeschwerden. Ich hatte schon Tage vor der Menstruation Kopfschmerzen, fühlte mich schwach und müde. Während den Tagen kamen auch noch Unterleibskrämpfe dazu, die es mir sogar manchmal unmöglich machten, arbeiten zu gehen. Meine Gynäkologin hat mir damals vor 2 Jahren Shiatsu empfohlen, zum Glück hab ich Julia gefunden! Heute geht es mir viel besser damit. Mein Energielevel ist höher und die Krämpfe kommen nur mehr ab und zu, allerdings auch nicht mehr in der selben Intensität wie früher. Julia nimmt sich viel Zeit für mich, sie unterstützt mich auch mit den ätherischen Ölen von Young Living, die ich mittlerweile sehr schätze. Aber nicht nur körperlich gibt es Veränderungen bei mir. Ich bin selbstbewusster und mutiger geworden, traue mich Entscheidungen zu treffen, habe mich beruflich komplett neu orientiert und lebe nun meinen Traum! Ich weiß nicht, ob es ohne Shiatsu nicht auch soweit gekommen wäre, beschleunigt hat es die Sachen allerdings sehr. Danke Julia für deine Unterstützung, deinen Zuspruch und deine Zeit!“   Christina

 

Weitere Stimmen:

„Noch nie habe ich mich so leicht gefühlt…“

„Schon, wenn Julia die Hände auf mein Hara legt, spüre ich, wie die Energie zu fließen beginnt…“

„… ein Strömen, ein Fließen, irgendwie vertraut lassen mich meine Beschwerden vergessen…“

„So fühlt es sich an, loszulassen!“

„In mir entsteht eine Heiterkeit und Leichtigkeit gemeinsam mit einer großen Ruhe…“

„… manchmal kommt etwas in Aufruhr, möchte sich bewegen, Gedanken kommen und gehen…“

„… in mir entsteht eine wundervolle Wärme, wie Sonnenstrahlen…“

„Danke für die achtsamen Worte, die sich mit meinem Herzen verbinden und mich verstehen lassen…“

So ein schöner Satz zum Schluss! Danke nochmal an alle, die mitgemacht haben! Natürlich hätte es noch einige mehr gegeben, aber ich musste eine Auswahl treffen. Vielleicht schreibe ich nochmal einen Artikel darüber mit dem Fokus auf die Wahrnehmungen während einer Behandlung, denn auch dazu gibt es viel zu sagen.

www.shiatsu-tulln.at

Ich möchte zum Schluss wieder erwähnen, dass Shiatsu in Österreich nicht als Therapieform anerkannt ist und keinen Ersatz für einen Besuch beim Arzt oder Therapeuten darstellt. Es ist kein Ersatz für eine anstehende medizinische Diagnose, Behandlung oder Therapie. Bei Beschwerden und Krankheiten empfehle ich unbedingt immer einen Arzt oder Therapeuten aufzusuchen! In Zusammenarbeit mit Ärzten oder Therapeuten kann Shiatsu allerdings eine sinnvolle Ergänzung sein.

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Multidimensionales Shiatsu – „das Licht anmachen“

Am Wochenende durfte ich in einer Fortbildung bei Brigitte Ladwig vom ESI Münster Multidimensionales Shiatsu (kennen) lernen. Dabei handelt es sich um eine sehr feinstoffliche Weiterentwicklung unseres gewohnten Shiatsu, die über unsere körperliche Form hinaus geht. Es beruht auf den langjährigen Forschungen von Pauline Sasaki.

Die Wirkungen der Arbeit waren für uns alle sofort spürbar. Es entstand in uns allen ein Gefühl der Weite, des Schwebens, eine innere Bewegung und Schwingung, die lange nach der Behandlung angehalten hat. Die Stimmungen waren unterschiedlich, manchmal war alles sehr still und meditativ, dann wieder spürten wir eine Heiterkeit und Leichtigkeit.

Ich kam sehr gestresst und mit starken Verspannungen im Rücken am Freitag im Seminar an. Auf der körperlichen Ebene verschwanden die Verspannungen bereits am ersten Tag, es machte sich in mir ein Gefühl von Weite und Leichtigkeit breit und fühlte mich so entspannt, wie schon lange nicht mehr. Am zweiten Tag folgte am Abend eine große, schwere Müdigkeit. In der Nacht träumte ich intensiv und viel, konnte aber nichts zuordnen. Etwas war eindeutig in Bewegung gekommen und wollte alte Muster auflösen. Am dritten Tag muss ich sagen, waren die Infos schon fast zu viel. Ich habe nicht erwartet, eine komplett neue Behandlungsform zu erlernen! Allerdings muss ich zugeben, dass mich schon lange keine Methode derart begeistert und fasziniert hat!

Brigitte begann jeden Tag mit einer wundervollen Meditation und Reise durch den Körper. Dann folgte die Arbeit an unseren Energiekörpern und den Chakras eingebunden in Meridianarbeit. Die Technik wirkt einfach, bewirkt aber unglaublich viel.

Im Prinzip und bildlich gesagt, geht es darum „das Licht anzumachen“ in uns selbst und es in unserem Körper zu verankern. Wir werden unterstützt, unser volles Potential zu erkennen und zu leben, erinnert daran, wer wir eigentlich sind. Es geht um ein Erden und Stabilisieren auf energetischer Ebene und unterstützt Menschen, die sich in Veränderungsprozessen befinden (aber nicht nur die). Dadurch beginnen alle Aspekte in uns noch besser miteinander zu kommunizieren, Selbstheilungskräfte werden frei, was sich auch auf körperliche Beschwerden positiv auswirkt.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei Brigitte Ladwig bedanken für das wundervolle Seminar und freue mich schon auf die Fortsetzung 2016. Bis dahin werde ich das hier Gelernte in meine Shiatsu-Praxis integrieren und bin schon sehr gespannt auf die Erfahrungen!

Gerne können Interessierte bei mir wegen einer Behandlung im Multidimensionalen Shiatsu anfragen und einen Termin vereinbaren!

www.shiatsu-tulln.at

Rückengesundheit und Shiatsu

Alle Rückenprobleme sind Ausdrücke von Spannung. Spannungen körperlicher Natur, allerdings – und das macht meiner Meinung nach den Großteil aller Rückenbeschwerden aus – auch emotionaler, seelischer Natur. Sie haben immer eine Geschichte und konnten sich lange entwickeln, bevor wir Shiatsu-Praktiker sie das erste Mal berühren dürfen.

Alle Rückenprobleme haben eine Vorgeschichte und eine Vergangenheit, die uns allerdings leider häufig nicht bewusst ist. Es lohnt sich, da genauer hinzuschauen und nachzuforschen!

Schmerzen werden immer subjektiv erlebt. Was von dem einen als unerträglich erlebt wird, kann von einem anderen eventuell kaum wahrgenommen werden. Je stärker jemand unter seinen Beschwerden leidet, umso mehr spielt jedoch der emotionale Aspekt eine Rolle.

Entlang der Wirbelsäule drückt sich sehr stark das Wasserelement mit den Meridianen Blase und Niere aus.

Auf der körperlichen Ebene stehen diese beiden für die gesamte Wirbelsäule, für die Knochen, den ganzen Rücken, das Zusammenspiel von Spannung – Entspannung, die Ohren, Zähne, Urin und Kopfhaare.

Auf der emotionalen Ebene drückt sich das Wasserelement durch unseren Überlebenswillen, Angst und unser Urvertrauen aus. Angst und Unsicherheit verursachen häufig und schnell Spannungen und Schmerzen. Körperliche Berührungen, wie beim Shiatsu helfen zu beruhigen, bei sich selbst anzukommen, wodurch Spannungen gelöst werden können.

Rückenbeschwerden aus der mentalen Ebene heraus entstehen häufig durch Stress, Überforderung und Burnout. Diese Ebene steht für unseren Verstand, aber auch für das Unterbewusstsein. Der Rücken ist ja auch der Teil von uns, den wir nicht selbst sehen können und somit auch nicht bewusst einordnen können. Stress und Burnout resultieren oft aus unserem Unvermögen, unsere Grenzen zu erkennen, uns nicht richtig zu spüren und wahrzunehmen.

Unsere spirituelle Ebene drückt sich in unserer Verbundenheit zu unserem tieferen Selbst aus, unserer Verbundenheit mit der geistigen Welt. Die Nierenenergie ist die Energie unserer Ahnen, das was wir schon bei der Geburt mitbekommen haben, unsere Grundkonstitution. Auf diese sollten wir gut achten, denn sie wird stetig verbraucht und baut sich nicht mehr auf. Wir sollten daher auch mal innehalten, Rückschau halten und nach innen blicken, um uns selbst zu reinigen. Wenn wir unsere Stille finden, finden wir auch unseren inneren Frieden und kommen ganz bei uns selbst an.

Shiatsu unterstützt auf allen diesen 4 Ebenen die Rückengesundheit.

Wichtige Säulen für die Rückengesundheit sind die Kombination von

  • ENTSPANNUNG
  • KRÄFTIGUNG
  • BEWEGUNG

Entspannung auf körperlicher Ebene, aber auch auf mentaler, emotionaler und spiritueller Ebene. So bekommen die Bandscheiben Raum zum Atmen, Spannungen lösen sich.

Als Kräftigung können kleine Übungen für die Muskulatur dienen.

Auch Bewegung ist ganz wichtig. Unsere Gelenke wollen bewegt werden, sonst werden sie „unlebendig“ und somit zu einer Barriere, weil sich das Leben dort zurückzieht. Erschreckend ist, dass dieser Prozess oft schon bei kleinen Kindern im Alter von 3 – 4 Jahren zu erkennen ist. Rückenprobleme haben somit häufig ihre Ursache in unserer Lebensweise, denn unser Körper ist dafür ausgerichtet, dass wir uns bewegen.

Eine inaktive, schwache Muskulatur braucht Unterstützung durch Kräftigung. Bleibt diese aus, müssen sich die Muskeln, Faszien und Gelenke verspannen und versteifen, damit die Stabilität scheinbar aufrechterhalten wird.

Es reichen kleine Übungen, mehr Bewegung, die Treppe statt dem Lift, Gehen statt die U-Bahn zu nehmen oder mit dem Auto zu fahren.

Shiatsu gleicht Ungleichgewichte aus, wirkt entspannend und stabilisierend und kann damit zu einer Linderung der Beschwerden beitragen. Es aktiviert Bereiche, die unlebendig werden und wo Ki stagniert. Es fördert die Eigenwahrnehmung und unterstützt uns, selbst Verantwortung für unsere Gesundheit zu übernehmen und wieder aktiv zu werden.

Zum Abschluss ein paar sprichwörtliche Ausdrücke, die unseren Rücken betreffen, es lohnt sich eventuell kurz darüber nachzudenken:

  • erhobenen Hauptes – gramgebeugt
  • halsstarrig
  • aufrichtig
  • mit dem Rücken zur Wand
  • einen Rückschlag erleiden
  • Rückgrat zeigen – kein Rückgrat haben
  • den Rücken stärken – in den Rücken fallen
  • etwas hinter sich lassen
  • Rückschau halten
  • Rückenwind haben
  • Rückendeckung

 

Shiatsu ist nicht dafür gedacht, zu heilen, zu diagnostizieren und ersetzt keinen Besuch beim Arzt oder Therapeuten. Bei Schmerzen empfehle ich unbedingt einen Arzt aufzusuchen und die Ursachen fachlich abklären zu lassen! Shiatsu kann nur begleitend unterstützen!

Quellen:

Seminar „Rückengesundheit“ – Klaus Metzner, ESI Oktober 2009, Wien

Shiatsu  bei chronischen Schmerzen im unteren Rücken (Shiatsu-Magazin) – Wilfried Rappenecker

 

Shiatsu bei Stress

 

 

Wie bereits in meinem Beitrag – Stressigen Tag gehabt – erwähnt, möchte ich mich dem ständig präsenten Thema Stress etwas näher widmen. Stress kann jeden betreffen. Besonders häufig klagen meine Shiatsu Klienten über Stress in der Arbeit, aber auch Stress durch psychischen Druck, familiäre Belastungssituationen oder Doppel- und Dreifachbelastungen sind sehr oft Thema.

Wie entsteht Stress?

Ist es nicht so, dass wir ständig zu funktionieren haben? Unsere eigenen Anforderungen, aber auch die Anforderungen, die von außen an uns gestellt werden immer höher werden? Ständig bereit, ständig erreichbar, ständig perfekt? Oft erledigen wir nicht nur eine Aufgabe, sondern mehrere gleichzeitig? Wir hetzen durch den Alltag und sind in der Früh schon froh, wenn der Tag wieder vorbei ist? Wir hetzen an durch den Tag und sehen die schönen Dinge nicht, noch weniger können wir uns an dem erfreuen, was bereits „da ist“.

Was haben wir dann von unserem Leben?

Vielleicht ist es endlich Zeit, innezuhalten und durchzuatmen. Wir können nicht immer die Ansprüche der ganzen Welt erfüllen, sondern sollten uns darauf besinnen, was wir wollen, wer wir sind, was tief in uns selbst liegt.

Ankommen, zur Ruhe kommen, bei uns selbst sein, den Moment wahrnehmen und genießen können – zu all dem verhilft Shiatsu.

Shiatsu stärkt die Eigenwahrnehmung, hilft uns in unsere Mitte zu kommen, uns zu erden und selbst Verantwortung für unser Leben zu übernehmen. Es kann eine kurze Auszeit vom Alltag sein, regelmäßige Behandlungen ändern allerdings viel mehr. Indem wir wieder lernen, uns selbst wahrzunehmen, anzunehmen, so wie wir sind, können wir auch ein „so sein lassen“ zulassen. „Präsent sein im Moment“ wird gestärkt, dadurch ändert sich viel, viel, was wir auch in unseren stressigen Alltag mitnehmen können.

Es ist wichtig, Prioritäten zu setzen und aussortieren zu können, was im Moment wichtig ist und was noch Zeit hat und warten kann. Es gibt immer Alternativen zum ständigen Stressgefühl. Denn das Gefühl, im Stress zu sein, ist das, was auf die Dauer krank macht, nicht der Stress selbst. Stress ist eigentlich eine gesunde Reaktion des Körpers auf Situationen, die schnelles Reagieren und die gesamte Aufmerksamkeit erfordern. Was ja kurzfristig in Ordnung ist, da es uns zu Höchstleistungen verhilft. Was krank macht und belastet ist chronischer Dauerstress. Shiatsu ist wunderbar dazu geeignet, dem entgegenzuwirken!

Tiefe Hara-Atmung – Atemübung

 

Heute möchte ich eine besondere Atemübung vorstellen – die tiefe Hara-Atmung. Das ist eine einfache, aber sehr wirkungsvolle Technik, um allgemein die Grundlebensenergie Ki und die Niere zu stärken, was bei Erschöpfung, Schlafstörungen, Unruhe, Stress etc. lindernd wirken kann. Oft ist Stress verantwortlich für Probleme des unteren Rückens, des unteren Bauchraumes und des Zwerchfells.

Die tiefe Hara-Atmung hilft uns, die Eigenwahrnehmung zu verbessern und ganz bei uns anzukommen, was Grundvoraussetzungen für Entspannung sind. Der innere Ki-Fluß wird dadurch mit der Atmung verbunden.

Lege dich entspannt und möglichst flach auf eine Matte (oder ins Bett, auf die Couch,…), schließe die Augen und beobachte eine Weile deinen Atem. Förderlich ist es, eine Hand auf den Bauch zu legen und die andere unter den Rücken.

Lenke die Aufmerksamkeit auf den Raum zwischen deinen Händen ganz ohne dich dafür besonders anzustrengen.

Stell dir jetzt vor, mit dem Einatmen fließt Energie in Form von Licht (oder Wärme oder einer Farbe, je nachdem was besser für dich passt) in deinen Bauch- Beckenraum. Beim Ausatmen bleibt dieses Licht im Bauchraum und kann sogar noch tiefer hinein sinken, während nur die verbrauchte Luft wieder hinaus geht.

Nach und nach füllt sich immer mehr des Bauchraumes mit Licht, bis zum Beckenboden und den Bereich des unteren Rückens bis zum Kreuzbein. Lass die Energie ohne Anstrengung in jeden Winkel fließen. Sie bleibt auch dort, wenn du deine Hände löst.

Verbleibe einige Minuten in dieser Vorstellung und spüre die tiefe Entspannung.

Gerne mache ich diese Übung mit meinen Klienten auch am Anfang oder am Ende einer Shiatsu-Behandlung. Dadurch wird die Entspannung noch mehr gefördert!

Viel Spaß beim Üben!

Wie alle meine Tipps ist auch diese Übung ausschließlich zur selbstverantwortlichen Eigenanwendung gedacht. Sie ersetzt keinen Besuch bei einem Arzt oder Therapeuten und ist selbstverständlich keine Therapie-Empfehlung!