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Die Sache mit der Zeit

Hast du auch oft das Gefühl, in einem Hamsterrad zu stecken, Multitasking-fähig mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen, dich ständig zu beeilen und trotzdem nicht fertig zu werden, egal wie schnell du bist?

Wie ich in meinen Behandlungen und auch in meinem Privatbereich sehr oft sehen kann, betrifft das besonders uns Frauen häufig auf unserer Gratwanderung zwischen Job (vielleicht sogar Selbständigkeit), Familie, Nachmittagsbeschäftigungen der Kinder, Haushalt und eigener Freizeitplanung. Der Druck, der auf uns lastet ist oft enorm – es wird erwartet (nicht nur von außen – sondern WIR erwarten es meist selbst von uns) auf allen Ebenen PERFEKT zu sein:

perfekt auszusehen, erfolgreich im Beruf zu sein, gut erzogene Kinder zu haben, erfolgreiche und beliebte Kinder zu haben, ein wunderschönes zu Hause zu haben, überall dabei zu sein und dann suchen wir uns vielleicht auch noch eine Freizeitbeschäftigung, wo unsere Leistung und unser Erfolg zählt und wir uns mit anderen messen (können).

Für wen machen wir das? Für uns selbst oder für die anderen? Die Kernfrage lautet: WER BIN ICH WIRKLICH? Was macht mich aus? Was sind meine Träume, meine innersten Wünsche? Was macht mich zufrieden?

Wie ist da nun der Zusammenhang mit der uns zur Verfügung stehenden Zeit?

Von außen betrachtet haben wir alle gleich viel davon. Und doch scheinen manche Menschen mehr Zeit zu haben, als andere. Es liegt also nicht an der Zeit an sich, sondern daran, was wir alles in der uns zur Verfügung stehenden Zeit zu erledigen haben. Eh klar, oder?

Ich denke, wir sollten die Zeit für Dinge nützen, die uns gut tun und uns Spaß machen. Denn nicht nur, WIEVIEL wir in der uns zur Verfügung stehenden Zeit zu erledigen haben, sondern auch ganz besonders WAS wir zu erledigen haben und ob es etwas ist, das uns FREUDE macht ist ausschlaggebend.

  • Was erfüllt mich? Was geht mir ganz leicht von der Hand?
  • Was powert mich aus? Was nervt mich?
  • Wann fühle ich mich leicht und weit?
  • Wann wird es eng?
  • Wann bin ich wirklich ICH? Wann tue ich etwas für mich?
  • Wann möchte ich anderen gefallen? Wann bin ich jemand anderer?

Auch in Zusammenhang mit unserer Zeitplanung lohnen sich solche Fragen? Dazu habe ich einen kleinen, einfachen Tipp für dich:

Nimm dir einmal vor dich selbst einen Tag lang zu beobachten und mach dir Notizen (das kann auch einfach über eine Sprachaufnahme am Handy sein) darüber, was du tust und wie es dir dabei geht. Schau, wie du deine Zeit nützt, was dir selbst gut tut und was nicht!

Oft ist es nicht die Fülle an Aufgaben und Arbeit, die uns das Gefühl geben, keine Zeit zu haben. Es sind die Dinge, die wir tun müssen und die uns keine Erfüllung geben, die uns unseren Zeitmangel besonders spüren lassen.

Das ist auch besonders in unserem Berufsleben wichtig! Gerade wir Frauen mit Familien haben unsere Jobs oft einfach nur, weil sie praktisch sind und sich vielleicht auch gut mit unseren Kindern vereinbaren lassen. Ich bin der Meinung, das ist ein großer Fehler! Wir sollten unseren Lebensplan finden und leben können!

Sei kreativ, sei lebendig, sei leicht!!

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Raus aus dem Hamsterrad – Burnout Gefährdung erkennen

Im ersten Teil meiner Burnout-Serie möchte ich ein bisschen auf die Theorie des Burnout eingehen, worauf man achten sollte und wie man eine mögliche Burnout Gefährdung erkennen kann.

Burnout ist als Krankheit von der WHO nicht anerkannt und auch nicht definiert. Es wird deshalb auch als Burnout-Syndrom bezeichnet und ist eine Ansammlung von Symptomen, die häufig gemeinsam auftreten – wie zum Beispiel:

  • langandauernde körperliche und emotionale Erschöpfung
  • dauerhafte Überforderung der eigenen Leistungsfähigkeit
  • kein ausreichender Ausgleich
  • Verlust der Fähigkeit sich zu erholen
  • Reizbarkeit
  • körperliche Beschwerden, Schmerzen ohne medizinische Ursache
  • Sinnkrisen, Ängste
  • Verlust des Gefühls für sich selbst

Es gibt keinen typischen Verlauf von Burnout, allerdings mehrere Modelle mit unterschiedlichen Stufen, die jedoch auch nicht einheitlich definiert sind.

Besonders gefährdet an Burnout zu erkranken sind Menschen mit viel Engagement, Kraft und Enthusiasmus, Menschen, die bereit sind für eine Idee, eine Sache, einen Job,.. alles zu geben. Es sind leidenschaftliche Menschen, die ihre eigenen Bedürfnisse oft hinten anstellen und sich selbst häufig überfordern. Manchmal steckt Perfektionismus dahinter oder das Gefühl, keine Wahlmöglichkeiten zu haben, manchmal schlichtweg Ängste, wie zum Beispiel den Job zu verlieren, oder nicht anerkannt zu werden oder Macht zu verlieren.

Burnout ist keine typische Mangerkrankheit, es kann alle treffen, die überforderte alleinerziehende Mutter, die unterforderte Hausfrau, es ist quer durch alle Berufsgruppen vertreten, trifft Kinder und Jugendliche genau so wie alte Menschen.

Leider leben wir in einer „Leistungsgesellschaft“, in der der Wert eines Menschen häufig verknüpft ist mit Leistung und Anerkennung von außen. Solche Grundüberzeugungen werden uns schon als Kinder mitgegeben und sind tief in uns verwurzelt. Es ist dann sehr schwer sich von diesen Grundüberzeugungen zu lösen und ein positives, wertschätzendes Gefühl für sich selbst aufzubauen. Veränderung kann aber immer nur in uns selbst stattfinden!

Grundsätzlich gibt es 3 Leitsymptome für Burnout:

  1. Erschöpfung
  2. Entfremdung (von sich selbst und der Welt)
  3. Ineffektivität (man macht Fehler, die tägliche Arbeit wird anstrengend)

Zusätzlich zum erhöhen Arbeitsdruck können dann noch fehlende Anerkennung, Mobbing, bis hin zu Gefühlen von Wertlosigkeit und Sinnlosigkeit dazukommen.

 Die Anzeichen von Burnout sind oft nicht leicht zu erkennen. Zu Beginn fühlt man sich ja noch kraftvoll und leistungsstark. Es gibt jedoch einige Anzeichen, die uns genauer hinschauen lassen und zum Nachdenken anregen sollten:

  • Schlafstörungen
  • Ängste (auch übergroße Angst, den Job zu verlieren)
  • Konzentrationsschwäche
  • Schmerzen ohne medizinische Ursache
  • Schlafstörungen
  • Infektanfälligkeit
  • Gereiztheit, Wutausbrüche
  • Hyperaktivität
  • Überidentifizierung mit der Arbeit
  • Verzicht auf Erholung
  • das Gefühl unabkömmlich zu sein
  • Rückzug von Freunden und Sozialkontakten

Dazu müssen wir ein gutes Gefühl für uns selbst entwickeln, wir müssen wachsam sein uns selbst und unseren Bedürfnissen gegenüber und Auswege finden. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass wir immer die Wahl haben, unsere Entscheidungen zu treffen und unsere Bedürfnisse, Träume und Wünsche zu verwirklichen und auch einmal „nein“ zu sagen!

Wie kann man nun seine Lebensqualität steigern um zu vermeiden, in diesen Teufelskreis zu gelangen? In meinem nächsten Beitrag erfährst du mehr darüber…

Möchtest du mehr darüber wissen? Es gibt zu diesem Thema einige Veranstaltungen bei mir in der Praxis:

  • am 2.4.2016 ein Tagesseminar (für ein tieferes Bewusstsein für Stress und seine Folgen, sowie Alternativen zum rechtzeitigen Ausstieg mit Ilse Winkler)
  • am 30.4.2016 ein Halbtagesseminar über Achtsamkeit (mit Ansätzen aus der Psychotherapie und TCM – damit es gar nicht so weit kommt)
  • am 18.5.2016 ein Themenabend (aus Sicht von Psychotherapie und alternativen Methoden)

Mehr Infos dazu:

www.shiatsu-tulln.at

 

Erfahrungen zu Shiatsu

In diesem Artikel möchte ich erzählen, was meine Klienten eigentlich zum Shiatsu geführt hat, was sie dabei erwartet haben und ob ihre Erwartungen an mich, an meine Arbeit, an Shiatsu selbst erfüllt wurden. Die Gründe, warum Shiatsu als Behandlungsform ausgewählt wurde, die Geschichten dazu, die wundervollen Veränderungen, die statt gefunden haben, über all das habe ich einige meiner langjährigen Klienten gebeten zu berichten.

Lest hier einige Stimmen über Shiatsu. Danke an alle, die mitgemacht haben und mir erlaubt haben, ihre Erfahrungen zu veröffentlichen! Die Namen wurden selbstverständlich geändert!

 

„Ich litt jahrelang an starken Nackenverspannungen und daraus resultierenden Kopfschmerzen. Heute weiß ich, dass es meine Art ist, mit Druck und Stress umzugehen. Stress, den ich mir allerdings selbst mache, indem ich die Messlatte an meine Leistungen sehr hoch lege. Als alleinerziehende Mutter von 2 Kindern mit verantwortungsvollem Job ist es für mich nicht immer leicht, meinen Alltag zur Zufriedenheit aller zu erledigen. Schon nach der ersten Shiatsu Behandlung fühlte ich eine wundervolle Weite und Leichtigkeit im Nackenbereich. Heute spüre ich die Verspannungen nur mehr, wenn es wirklich stressig wird. Ich beobachte mich genauer, seit ich zum Shiatsu gehe und nehme auf mich und meine Bedürfnisse rechtzeitig Rücksicht. Julia und ihr Shiatsu haben mir sehr geholfen. Danke!“   Silvia

„Ungewöhnlich fand ich zu Beginn die Stille während einer Shiatsu Behandlung. Ich konnte kaum damit umgehen, heute genieße ich die Ruhe, das völlige in mir selbst-Sein und den unendlichen Raum, der in mir entsteht bei jeder Behandlung. Meine Migräne-Anfälle sind seltener geworden, ich erkenne jetzt früher, wann es für mich zu viel wird. Ein großes Danke an Julia, ihr Zuhören, ihr Gespür und ihre Wahrnehmung!“   Anna

„Ich komme regelmäßig ca. 1x pro Monat seit meiner Pensionierung zum Shiatsu, einfach, um mir selbst und meiner Gesundheit etwas Gutes zu tun. Kleine Beschwerden des Alltages, wie zum Beispiel Gelenksschmerzen, Rückenverspannungen, Schlafprobleme etc. sind nach jeder Behandlung besser. Ich fühle mich durch Shiatsu wie neugeboren und in meiner Gesundheit gestärkt. Die Behandlungen sind für mich ein Fixpunkt im Alltag, ich möchte das auf keinen Fall mehr missen!“   Katharina

„Ich muss zugeben, ich war nahe am Burnout. Ich habe ständig gearbeitet, sogar in der Nacht im Schlaf berufliche Probleme durchgekaut und fühlte mich unabkömmlich, was man als Selbständiger ja in einer gewissen Weise auch ist. Bis ich eines Tages Herzbeschwerden bekam, ein Gefühl von Herzrasen und Enge. Zum Glück war organisch (noch) alles in Ordnung. Allerdings riet mir mein Arzt dringend etwas für meine Entspannung zu tun, er empfahl mir Shiatsu auszuprobieren. So kam ich vor über einem Jahr zum Shiatsu. Unzählige Behandlungen, lange Gespräche und viel Selbsterkenntnis folgten. Julia nimmt sich immer genug Zeit, unterstützt auf allen Ebenen und bringt meine Wahrnehmungen in die richtige Richtung. Den Stress in meiner Firma habe ich immer noch, ich kann jetzt aber besser damit umgehen und versuche nicht alles mit nach Hause zu nehmen. Ich kann jetzt auch mal `nein` oder `später` sagen und schaffe es, Dinge, die ich nicht fertig bringe auch mal bis morgen liegen zu lassen. Ich bin sehr froh, Shiatsu für mich entdeckt zu haben!“   Andreas

„Mein Mann und ich kommen beide zum Shiatsu. Ich habe durch meine Schwangerschaftsbeschwerden mit Shiatsu begonnen. Die Behandlung ist unglaublich, entspannend, gibt Kraft und hat auch meinem ungeborenen Baby sehr gefallen! Weil ich meinem Mann so vorgeschwärmt habe, hat er auch einmal eine Behandlung ausprobiert. Nun kommen wir beide regelmäßig, auch noch nach der Geburt unserer Tochter. Ich nutze die Zeit, als Zeit ganz für mich allein, wo es ausschließlich um mich und mein Wohlbefinden geht und genieße jede Behandlung! Danke!“   Tanja

„Der Grund, warum ich zum Shiatsu gekommen bin, waren meine Menstruationsbeschwerden. Ich hatte schon Tage vor der Menstruation Kopfschmerzen, fühlte mich schwach und müde. Während den Tagen kamen auch noch Unterleibskrämpfe dazu, die es mir sogar manchmal unmöglich machten, arbeiten zu gehen. Meine Gynäkologin hat mir damals vor 2 Jahren Shiatsu empfohlen, zum Glück hab ich Julia gefunden! Heute geht es mir viel besser damit. Mein Energielevel ist höher und die Krämpfe kommen nur mehr ab und zu, allerdings auch nicht mehr in der selben Intensität wie früher. Julia nimmt sich viel Zeit für mich, sie unterstützt mich auch mit den ätherischen Ölen von Young Living, die ich mittlerweile sehr schätze. Aber nicht nur körperlich gibt es Veränderungen bei mir. Ich bin selbstbewusster und mutiger geworden, traue mich Entscheidungen zu treffen, habe mich beruflich komplett neu orientiert und lebe nun meinen Traum! Ich weiß nicht, ob es ohne Shiatsu nicht auch soweit gekommen wäre, beschleunigt hat es die Sachen allerdings sehr. Danke Julia für deine Unterstützung, deinen Zuspruch und deine Zeit!“   Christina

 

Weitere Stimmen:

„Noch nie habe ich mich so leicht gefühlt…“

„Schon, wenn Julia die Hände auf mein Hara legt, spüre ich, wie die Energie zu fließen beginnt…“

„… ein Strömen, ein Fließen, irgendwie vertraut lassen mich meine Beschwerden vergessen…“

„So fühlt es sich an, loszulassen!“

„In mir entsteht eine Heiterkeit und Leichtigkeit gemeinsam mit einer großen Ruhe…“

„… manchmal kommt etwas in Aufruhr, möchte sich bewegen, Gedanken kommen und gehen…“

„… in mir entsteht eine wundervolle Wärme, wie Sonnenstrahlen…“

„Danke für die achtsamen Worte, die sich mit meinem Herzen verbinden und mich verstehen lassen…“

So ein schöner Satz zum Schluss! Danke nochmal an alle, die mitgemacht haben! Natürlich hätte es noch einige mehr gegeben, aber ich musste eine Auswahl treffen. Vielleicht schreibe ich nochmal einen Artikel darüber mit dem Fokus auf die Wahrnehmungen während einer Behandlung, denn auch dazu gibt es viel zu sagen.

www.shiatsu-tulln.at

Ich möchte zum Schluss wieder erwähnen, dass Shiatsu in Österreich nicht als Therapieform anerkannt ist und keinen Ersatz für einen Besuch beim Arzt oder Therapeuten darstellt. Es ist kein Ersatz für eine anstehende medizinische Diagnose, Behandlung oder Therapie. Bei Beschwerden und Krankheiten empfehle ich unbedingt immer einen Arzt oder Therapeuten aufzusuchen! In Zusammenarbeit mit Ärzten oder Therapeuten kann Shiatsu allerdings eine sinnvolle Ergänzung sein.

Raindrop – das Geheimnis der Lakota Indianer

Ich möchte euch gerne eine wunderbare Technik vorstellen, die vielleicht noch nicht jeder kennt – die Raindrop Technik, eine wunderbare Unterstützung für den Rücken und die zugehörigen Nervenbahnen. Die Raindrop Technik wurde bereits in den 80-iger Jahren von Dr. Gary Young entwickelt. Er verwendete dafür sein umfangreiches Wissen und seine Studien über die Kraft der ätherischen Öle  und verknüpfte dieses mit Reflexpunkt-Techniken und leichten Streichungen, die einen starken Effekt auf Muskulatur und Nervensystem haben.

Raindrop und Lakota-Indianer – der Ursprung

Die Lakota Indianer glaubten, dass Krankheiten und Beschwerden mithilfe der heilenden Energie des Polarlichtes gelindert werden konnten. Das Licht wurde von ihnen „mental inhaliert“ und gelangte durch die Wirbelsäule weiter bis in alle Nervenbahnen des Körpers. Und tatsächlich erreichten sie mit Hilfe dieser Technik erhebliche Heilerfolge.

Als die Grenze zwischen den USA und Kanada ihre Wanderungen verhinderte, entwickelten sie eine alternative Möglichkeit um die Kraft des Polarlichtes trotzdem zu nutzen. Das taten sie durch mentale Techniken kombiniert mit leichten Streichungen, damit das Ausbreiten der Energie im gesamten Körper beschleunigt wurde.

Weiterentwicklung

Dr. Gary Young fand heraus, dass die Wirkung der Streichungen noch vielfach verstärkt werden konnte, wenn dazu zusätzlich ätherische Öle verwendet wurde.

Somit arbeitet die Raindrop Technik mit Aromaölen und ganz sanften Impulsen, die sehr intensive Wirkungen zeigen. Sie entspannt den Rücken und den gesamten Körper auf einzigartige Weise und wirkt zusätzlich aufrichtend auf die Wirbelsäule und immunstärkend, sowie reinigend.

Für mich ist die Raindrop Technik mehr als nur entspannende Massage. Auf mich wirkt sie sehr stark, sowohl in Bezug auf die Aromawirkung der Öle, als auch durch das Auftragen der Öle auf die Haut (was der französischen Schule der Aromatherapie entspricht). Dort wirken sie sofort an Ort und Stelle, aber auch viel tiefer ins Gewebe hinein, bis hin zu Schichten, die mit einer normale Massage oder Körperanwendung nicht erreicht werden können.

Ätherische Öle verfügen über antimikrobielle Eigenschaften. Da angenommen wird, dass viele Rückenprobleme und Verspannungen von Viren und Bakterien verursacht werden können, die sich entlang der Wirbelsäule einnisten, wirkt die Anwendung der Öle hier besonders gut. Die Kombination mit den sanften Streichungen setzt zusätzlich Impulse, die die Nervenbahnen stimulieren können.

Es werden sehr intensive, kräftige Öle verwendet, also gehört die Raindrop Anwendung unbedingt in die Hand von gut ausgebildeten Personen, die über die Öle genau Bescheid wissen. In der Hand von gut ausgebildeten Körperarbeitern, Energetikern oder Masseuren ist sie ein kraftvolles und wirkungsvolles Instrument.

Die Raindrop Technik ist nicht dazu geeignet Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln und zu heilen.  Sollten dahingehend Probleme, Krankheiten etc. bekannt sein, empfehle ich unbedingt einen Arzt oder Therapeuten aufzusuchen! Sie ist jedoch eine wunderbare Möglichkeit, bestehende Therapien zu unterstützen oder einfach die Gesunderhaltung und Entspannung zu fördern!

Wenn Sie auch für Ihre Gesundheit etwas Gutes tun möchten, und Interesse an einer Raindrop Anwendung oder ätherischen Ölen, oder Shiatsu-Behandlungen haben, können Sie mich gerne kontaktieren!

http://www.shiatsu-tulln.at

Quelle:

Ätherische Öle – Nachschlagwerk (6. Ausgabe) – Life Science Publishing

Achtsamkeitsübungen – Entspannung für den Alltag

Achtsamkeit bedeutet mit dem Bewusstsein voll und ganz im Hier und Jetzt zu sein, einfach nur wahrzunehmen ohne zu bewerten, ein Innehalten im Moment, eine kurze Auszeit.

Es gibt unterschiedliche Definitionen für den Begriff „Achtsamkeit“, mir geht es in meinem Artikel nicht darum, auf diese Verschiedenheiten einzugehen, sondern um eine Form der Stressbewältigung im Alltag, einen Weg aus dem Hamsterrad, aus Burnout und Erschöpfung. Dazu gehören natürlich mehrere Säulen, sehr hilfreich ist jedoch jedenfalls auch ein Training der Achtsamkeit.

Mein Fokus dabei ist:

  • die Eigenwahrnehmung zu steigern
  • das Bewusstsein zu trainieren
  • Loslassen und Zulassen zu lernen
  • Ruhe und Konzentration zu fördern
  • eine „Entschleunigung“

Achtsamkeit im Alltag:

Hier geht es darum ganz gewöhnliche Dinge und Tätigkeiten des Alltags mit Achtsamkeit zu verrichten, das heißt sich voll und ganz auf diese Tätigkeit zu konzentrieren, ganz im Hier und Jetzt zu sein, einfach bewusst wahrnehmen und den Atem beobachten, ohne etwas zu verändern oder beeiflussen zu wollen.

Möglichkeiten dazu wären Bügeln, Geschirrspülen, Zähneputzen, Duschen, Kochen, Türe öffnen etc.

Einfach mal einen kurzen Moment innehalten, den Körper wahrnehmen, Spannungen wahrnehmen, den Fluss der Atmung beobachten ohne etwas zu verändern oder zu bewerten. Dann kann man versuchen, diese Wahrnehmungen in Worte zu fassen (Was fühle ich? Was denke ich? Wo zieht es meine Aufmerksamkeit hin? Bewerte ich gerade etwas? etc…)

Übung im Bett:

In der Früh kurz vor dem Aufstehen kann man auch 1-2 Minuten kurz in sich hineinspüren, den Atem beobachten, schauen, wie die Stimmung für den heutigen Tag ist, welche Gedanken da sind etc.

Abends vor dem Einschlafen: Die gleiche Übung nochmal machen wie in der Früh. Man kann auch kurz den Tag reflektieren und mit dem Ausatmen versuchen, die Gedanken wieder loszulassen.

Achtsamkeit beim Gehen:

Zum Gehen gibt es eine eigene Meditationsform und eigene Meditationsübungen, „Der Weg ist das Ziel“. Es geht darum, jeden Schritt bewusst zu gehen mit voller Aufmerksamkeit und die Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen, ein Entspannen in jeden Schritt hinein, ein Atmen und Wahrnehmen.

Wenn Gedanken auftauchen, diese mit dem nächsten Ausatmen wieder loslassen. Dabei kann man auch den Körper beobachten, die Füße und die Bewegungen.So können die Gedanken zur Ruhe kommen, es entsteht ein Gefühl von innerem Frieden, innerer Klarheit, Erdung und Stabilität.

Der Fokus liegt auf Gehen – Atmen – Gedanken loslassen

Das ist eine Übung, die man auch ganz einfach in den Alltag integrieren kann. Man beginnt zuerst mit wenigen Schritten und kann dann auf längere Strecken ausdehnen.

Weitere kleine Übungen sind:

Bewusstes Essen:

Dazu gehören bewusstes Kauen, Wahrnehmen, wie die Speise schmeckt, welche Konsistenz sie hat und wie sie sich anfühlt. Man kann auch versuchen, die unterschiedlichen Aromen rauszuschmecken, aus denen die Speise besteht. Dabei wieder die Atmung beobachten, die Gefühle, die auftauchen, welche Stimmung durch die Speise entsteht und ob Erinnerungen hochkommen. Und nicht vergessen: Nur Wahrnehmen ohne etwas zu bewerten, die Gedanken wieder mit dem Ausatmen ziehen lassen!

Barfuß gehen:

Verschiedene Untergründe spüren, wie fühlt sich das an, was fühle ich dabei? Der Fokus liegt wieder auf der Eigenwahrnehmung, die Atmung beobachten, den Körper beobachten, die Stimmung beobachten, die durch verschiedene Untergründe hervorgerufen wird.

Wichtig ist bei all diesen Übungen, wertfrei zu sein und zu bleiben. Alles was wahrgenommen wird, ist für den Moment für jeden einzelnen wahr und richtig!

Die Übungen sind vielleicht am Anfang nicht so einfach, Gedanken tauchen auf, man schweift ab. Wir sind meistens nicht gewohnt, „nichts zu tun, nichts zu denken“. Deshalb nur mit ganz kleinen, kurzen Sequenzen beginnen und die Achtsamkeit schrittweise immer mehr in den Alltag integrieren. Es geht darum kurze Augenblicke wahrzunehmen, nichts zu bewerten, nichts zu wollen oder zu erzwingen, loszulassen und Geduld zu haben!

Viel Spaß mit den kleinen Achtsamkeitsübungen zur Stressreduktion!!

Rückengesundheit und Shiatsu

Alle Rückenprobleme sind Ausdrücke von Spannung. Spannungen körperlicher Natur, allerdings – und das macht meiner Meinung nach den Großteil aller Rückenbeschwerden aus – auch emotionaler, seelischer Natur. Sie haben immer eine Geschichte und konnten sich lange entwickeln, bevor wir Shiatsu-Praktiker sie das erste Mal berühren dürfen.

Alle Rückenprobleme haben eine Vorgeschichte und eine Vergangenheit, die uns allerdings leider häufig nicht bewusst ist. Es lohnt sich, da genauer hinzuschauen und nachzuforschen!

Schmerzen werden immer subjektiv erlebt. Was von dem einen als unerträglich erlebt wird, kann von einem anderen eventuell kaum wahrgenommen werden. Je stärker jemand unter seinen Beschwerden leidet, umso mehr spielt jedoch der emotionale Aspekt eine Rolle.

Entlang der Wirbelsäule drückt sich sehr stark das Wasserelement mit den Meridianen Blase und Niere aus.

Auf der körperlichen Ebene stehen diese beiden für die gesamte Wirbelsäule, für die Knochen, den ganzen Rücken, das Zusammenspiel von Spannung – Entspannung, die Ohren, Zähne, Urin und Kopfhaare.

Auf der emotionalen Ebene drückt sich das Wasserelement durch unseren Überlebenswillen, Angst und unser Urvertrauen aus. Angst und Unsicherheit verursachen häufig und schnell Spannungen und Schmerzen. Körperliche Berührungen, wie beim Shiatsu helfen zu beruhigen, bei sich selbst anzukommen, wodurch Spannungen gelöst werden können.

Rückenbeschwerden aus der mentalen Ebene heraus entstehen häufig durch Stress, Überforderung und Burnout. Diese Ebene steht für unseren Verstand, aber auch für das Unterbewusstsein. Der Rücken ist ja auch der Teil von uns, den wir nicht selbst sehen können und somit auch nicht bewusst einordnen können. Stress und Burnout resultieren oft aus unserem Unvermögen, unsere Grenzen zu erkennen, uns nicht richtig zu spüren und wahrzunehmen.

Unsere spirituelle Ebene drückt sich in unserer Verbundenheit zu unserem tieferen Selbst aus, unserer Verbundenheit mit der geistigen Welt. Die Nierenenergie ist die Energie unserer Ahnen, das was wir schon bei der Geburt mitbekommen haben, unsere Grundkonstitution. Auf diese sollten wir gut achten, denn sie wird stetig verbraucht und baut sich nicht mehr auf. Wir sollten daher auch mal innehalten, Rückschau halten und nach innen blicken, um uns selbst zu reinigen. Wenn wir unsere Stille finden, finden wir auch unseren inneren Frieden und kommen ganz bei uns selbst an.

Shiatsu unterstützt auf allen diesen 4 Ebenen die Rückengesundheit.

Wichtige Säulen für die Rückengesundheit sind die Kombination von

  • ENTSPANNUNG
  • KRÄFTIGUNG
  • BEWEGUNG

Entspannung auf körperlicher Ebene, aber auch auf mentaler, emotionaler und spiritueller Ebene. So bekommen die Bandscheiben Raum zum Atmen, Spannungen lösen sich.

Als Kräftigung können kleine Übungen für die Muskulatur dienen.

Auch Bewegung ist ganz wichtig. Unsere Gelenke wollen bewegt werden, sonst werden sie „unlebendig“ und somit zu einer Barriere, weil sich das Leben dort zurückzieht. Erschreckend ist, dass dieser Prozess oft schon bei kleinen Kindern im Alter von 3 – 4 Jahren zu erkennen ist. Rückenprobleme haben somit häufig ihre Ursache in unserer Lebensweise, denn unser Körper ist dafür ausgerichtet, dass wir uns bewegen.

Eine inaktive, schwache Muskulatur braucht Unterstützung durch Kräftigung. Bleibt diese aus, müssen sich die Muskeln, Faszien und Gelenke verspannen und versteifen, damit die Stabilität scheinbar aufrechterhalten wird.

Es reichen kleine Übungen, mehr Bewegung, die Treppe statt dem Lift, Gehen statt die U-Bahn zu nehmen oder mit dem Auto zu fahren.

Shiatsu gleicht Ungleichgewichte aus, wirkt entspannend und stabilisierend und kann damit zu einer Linderung der Beschwerden beitragen. Es aktiviert Bereiche, die unlebendig werden und wo Ki stagniert. Es fördert die Eigenwahrnehmung und unterstützt uns, selbst Verantwortung für unsere Gesundheit zu übernehmen und wieder aktiv zu werden.

Zum Abschluss ein paar sprichwörtliche Ausdrücke, die unseren Rücken betreffen, es lohnt sich eventuell kurz darüber nachzudenken:

  • erhobenen Hauptes – gramgebeugt
  • halsstarrig
  • aufrichtig
  • mit dem Rücken zur Wand
  • einen Rückschlag erleiden
  • Rückgrat zeigen – kein Rückgrat haben
  • den Rücken stärken – in den Rücken fallen
  • etwas hinter sich lassen
  • Rückschau halten
  • Rückenwind haben
  • Rückendeckung

 

Shiatsu ist nicht dafür gedacht, zu heilen, zu diagnostizieren und ersetzt keinen Besuch beim Arzt oder Therapeuten. Bei Schmerzen empfehle ich unbedingt einen Arzt aufzusuchen und die Ursachen fachlich abklären zu lassen! Shiatsu kann nur begleitend unterstützen!

Quellen:

Seminar „Rückengesundheit“ – Klaus Metzner, ESI Oktober 2009, Wien

Shiatsu  bei chronischen Schmerzen im unteren Rücken (Shiatsu-Magazin) – Wilfried Rappenecker

 

Shiatsu bei Stress

 

 

Wie bereits in meinem Beitrag – Stressigen Tag gehabt – erwähnt, möchte ich mich dem ständig präsenten Thema Stress etwas näher widmen. Stress kann jeden betreffen. Besonders häufig klagen meine Shiatsu Klienten über Stress in der Arbeit, aber auch Stress durch psychischen Druck, familiäre Belastungssituationen oder Doppel- und Dreifachbelastungen sind sehr oft Thema.

Wie entsteht Stress?

Ist es nicht so, dass wir ständig zu funktionieren haben? Unsere eigenen Anforderungen, aber auch die Anforderungen, die von außen an uns gestellt werden immer höher werden? Ständig bereit, ständig erreichbar, ständig perfekt? Oft erledigen wir nicht nur eine Aufgabe, sondern mehrere gleichzeitig? Wir hetzen durch den Alltag und sind in der Früh schon froh, wenn der Tag wieder vorbei ist? Wir hetzen an durch den Tag und sehen die schönen Dinge nicht, noch weniger können wir uns an dem erfreuen, was bereits „da ist“.

Was haben wir dann von unserem Leben?

Vielleicht ist es endlich Zeit, innezuhalten und durchzuatmen. Wir können nicht immer die Ansprüche der ganzen Welt erfüllen, sondern sollten uns darauf besinnen, was wir wollen, wer wir sind, was tief in uns selbst liegt.

Ankommen, zur Ruhe kommen, bei uns selbst sein, den Moment wahrnehmen und genießen können – zu all dem verhilft Shiatsu.

Shiatsu stärkt die Eigenwahrnehmung, hilft uns in unsere Mitte zu kommen, uns zu erden und selbst Verantwortung für unser Leben zu übernehmen. Es kann eine kurze Auszeit vom Alltag sein, regelmäßige Behandlungen ändern allerdings viel mehr. Indem wir wieder lernen, uns selbst wahrzunehmen, anzunehmen, so wie wir sind, können wir auch ein „so sein lassen“ zulassen. „Präsent sein im Moment“ wird gestärkt, dadurch ändert sich viel, viel, was wir auch in unseren stressigen Alltag mitnehmen können.

Es ist wichtig, Prioritäten zu setzen und aussortieren zu können, was im Moment wichtig ist und was noch Zeit hat und warten kann. Es gibt immer Alternativen zum ständigen Stressgefühl. Denn das Gefühl, im Stress zu sein, ist das, was auf die Dauer krank macht, nicht der Stress selbst. Stress ist eigentlich eine gesunde Reaktion des Körpers auf Situationen, die schnelles Reagieren und die gesamte Aufmerksamkeit erfordern. Was ja kurzfristig in Ordnung ist, da es uns zu Höchstleistungen verhilft. Was krank macht und belastet ist chronischer Dauerstress. Shiatsu ist wunderbar dazu geeignet, dem entgegenzuwirken!